Der Caritasverband für die Stadt Köln (CVK) hat den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2025 in der Kategorie „Pflege und Soziale Dienste“ gewonnen. Die Auszeichnung wird seit 2008 jährlich von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. vergeben und prämiert vorbildliche Nachhaltigkeitsleistungen in Wirtschaft, Kommunen und Forschung. Die Jury honoriert mit ihrer Entscheidung besonders wirksame, erfolgreiche und beispielhafte Entwicklungen zur nachhaltigen Transformation. Die Auszeichnung wird am 28. November im Rahmen des 17. Deutschen Nachhaltigkeitstages in Düsseldorf vergeben.
224 Fachjurorinnen und -juroren aus Forschung, Verbänden, Beratung und Zivilgesellschaft haben über Vorbilder des nachhaltigen Wandels in allen Branchen der deutschen Wirtschaft entschieden. Mit fünf Wettbewerben und über 800 Teilnehmer*innen ist der Deutsche Nachhaltigkeitspreis der größte seiner Art in Europa.
„Wir freuen uns riesig und sind unglaublich stolz darauf, dass die Jury das Engagement der Caritas Köln und unserer Mitarbeitenden mit dieser besonderen Auszeichnung würdigt“, erklärt CVK-Vorstandssprecher Markus Peters. „Wir übernehmen Verantwortung als Organisation und für die Organisation. Wir schauen nicht nur auf uns, sondern wollen als größter Wohlfahrtsverband in Köln auch fair und nachhaltig mit allen Menschen, Unternehmen und Organisationen zusammenarbeiten“, so Peters.
„Für eine soziale Organisation wie die Caritas ist nachhaltiges Handeln und Wirtschaften Teil unseres Selbstverständnisses“, ergänzt Finanzvorstand Markus Nikolaus. „Auf unserem Weg zu mehr Nachhaltigkeit ist der Aufbau eines Klimaschutzmanagement ein zentrales Element. Diese Auszeichnung ist für uns hierzu gleichermaßen Bestätigung und Ansporn.“
Bereits 2023 hat die Caritas Köln die Zertifizierung als gemeinwohlorientiertes Unternehmen erfolgreich abgeschlossen. Die vorliegende Gemeinwohl-Bilanz stellt die gelebten Werte und nachhaltigen Leistungen in einer übersichtlichen Struktur dar. Zudem spiegelt diese Bilanz die Stärken und Entwicklungspotenziale wider. Ein zentrales Anliegen ist es, dazu beizutragen, die im Klimaabkommen von Paris festgelegten Temperaturziele einzuhalten.
Konkret hat die Caritas mit dem Aufbau eines Klimaschutzmanagements begonnen. Erster Meilenstein war die Berechnung einer Treibhausgasbilanz für die Jahre 2022 und 2023 nach dem international anerkannten Standard des Greenhouse Gas-Protokolls. Aktuell erfolgt die Durchführung einer Potenzialanalyse und einer Szenarien-Entwicklung, die Ableitung von Klimazielen und konkrete Umsetzungsmaßnahmen und ein Erfolgsmonitoring.
2023 hat die Caritas Köln zudem eine gemeinnützige Tochtergesellschaft (CariEnergie gGmbH) zur Errichtung und zum Betrieb von Photovoltaikanlagen (PV)-Anlagen gegründet. Im Jahr 2024 wurden zwei Photovoltaik-Dachanlagen mit einer Gesamtleistung von 46 kWp installiert, 2025 kommen weitere sechs bis sieben Anlagen mit einer Gesamtleistung bis zu 242 kWp.
Ergänzend hat die Caritas CO2-Fußabdrucke für die Caritas-Altenzentren mit dem so genannten NiNo-Tool (Nachhaltigkeit in Nonprofit Organisationen) analysiert. Zudem wurde eine Nachhaltigkeitsauswertung bei den größten Lieferanten von Hygieneprodukten in der Pflege beauftragt. Aus diesen vorbereitenden Analysen leiten die Verantwortlichen konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der nachhaltigen Verpflegung und Versorgung der Bewohner*innen ab. Zur Förderung einer nachhaltigen Mobilität gibt es überdies für alle 2.100 Mitarbeitenden das Angebot eines Jobrades sowie die Möglichkeit, ein Deutschlandticket als Jobticket zu beziehen.