• Christliche Identität & Seelsorge

    Christliche Identität & Seelsorge

    für Caritas-Mitarbeitende

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    Seelsorge in Altenzentren und Hospizen

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    Austausch zu Spiritualität, Ethik und Glaube

Christliche Identität & Seelsorge: Was heißt das?

Seelsorge – ein schillernder Begriff mit bewegter Geschichte. Für die einen ist es die christliche Praxis par excellence – für die anderen ist es irgendwie mit Therapie vergleichbar. Die vielfältigen Vorstellungen über die Seelsorge lassen schon die große Herausforderung erahnen:

Seelsorge bewährt sich im Alltag, in der Praxis, in einer Grundhaltung, in der Art und Weise, wie Menschen miteinander umgehen, wie sie auf die Fragen und Probleme anderer Menschen reagieren – letztlich: ob Menschen mit offenen Augen und offenen Herzen am Leben ihrer Mitmenschen teilhaben.

Für den Caritasverband ist Seelsorge ein Schlüsselbegriff. Da, wo Menschen seelsorglich handeln, wird Caritas im tiefsten Sinne des Wortes erfahrbar. Den ganzen Menschen zu sehen, seine tieferen Bedürfnisse zu entdecken und zugleich auf die tiefe Beziehung zu vertrauen, die Gott zu allen Menschen sucht, das prägt das Handeln der Caritas – in allen Arbeitsbereichen und Geschäftsfeldern.

Mitarbeitende in ihrem seelsorglichen Handeln zu stärken und Fragen und Themen der Seelsorge im ganzen Verband immer wieder zum Thema zu machen, das ist die zentrale Aufgabe des Stabes Christliche Identität und Seelsorge. Dabei ergeben sich die Themen nicht nur aus dem Leitbild der Caritas, sondern auch aus den immer wieder neuen Themen der Menschen in unserem Verband.

Christliche Identität & Seelsorge

In den Einrichtungen des Caritasverbandes kann Seelsorge täglich sichtbar gemacht werden. Es sind Mitarbeitende in der Pflege, in den Wohnhäusern für Menschen mit Behinderungen oder etwa in den Einrichtungen für Geflüchtete, die seelsorglich handeln, weil sie immer den Menschen hinter seinem Anliegen und seinen Wünschen sehen. Täglich werden gute Worte gesprochen, wird zugehört, wird mit Leidenschaft versucht, das Leben zu begleiten und die Bedingungen des Lebens zu verbessern. Im Hintergrund steht die Überzeugung, dass alle Menschen als Kinder Gottes eine unverlierbare Würde haben, die es zu schützen gilt.

Im Caritasverband spielt aber auch die Seelsorge für Mitarbeitende eine zentrale Rolle. Menschen, die sich täglich mit ihrer ganzen Existenz einbringen, benötigen eine gute Begleitung. Sie müssen wissen, dass sie Ansprechpartner*innen für ihre eigenen Fragen haben. Sie benötigen sinnstiftende und tatsächlich zu Herzen gehende Angebote, um in ihren Diensten gestärkt zu werden und um die Erfahrung vertiefen zu können, einer ganz auf das Wohl der Schöpfung abzielenden Arbeit nachzugehen.

Grundlage für die so verstandene Seelsorge ist das christliche Profil der Caritas Köln, orientiert am verbandseigenen Wertekompass.

Seelsorge

Seelsorge lebt von der Möglichkeit offener Erzählräume, von Zweckfreiheit, vom leidenschaftlichen Interesse am Leben der Menschen. So ist das erste seelsorgliche Angebot für Mitarbeitende im Caritasverband die offene Tür eines Seelsorgers, der unter Wahrung der Schweigepflicht und mit Abstand zu funktionalen Interessen Menschen Begleitung anbietet. Wie die seelsorgliche Begleitung konkret aussieht, ergibt sich aus dem vertraulichen Gespräch.

Weitere seelsorgliche Angebote: 

  • Besinnungstage für kleine oder größere Gruppen
  • Gottesdienste (zu besonderen Anlässen)
  • Themenrunden
  • anlassbezogene Gesprächsrunden
  • Wanderexerzitien
  • Pilgerreisen

Für geistliche Angebote gewährt der Caritas-Tarif AVR bis zu drei dienstfreie Tage pro Jahr. Die Beteiligung und die Anregungen der Mitarbeitenden bei der Entwicklung neuer Formate sind ausdrücklich erwünscht.

Seelsorge

Längst ist nicht mehr selbstverständlich, was das bedeutet, wenn ein Wohlfahrtsverband auf seine christlichen Wurzeln und seine christliche Prägung verweist. Sich zum christlichen Glauben zu bekennen – das ist heute mehr als früher mit Fragen verbunden, die an die Stelle vermeintlicher Klarheiten gerückt sind.
„Not sehen und handeln“ – diese Praxis der Caritas jedoch hat ihre Wurzeln im Evangelium Jesu Christi. An seiner Leidenschaft für die Notleidenden und Ausgestoßenen, die Heimatlosen und die Verachteten nimmt die Caritas ihr Maß. Nicht das Leben von Menschen zu be- oder gar zu verurteilen, sondern Menschen dazu zu helfen, ihr Leben zu finden, das ist für den Caritasverband Leben und Handeln in der Nachfolge Jesu.

Die Erinnerung an diese ursprüngliche Praxis ist zentrales Anliegen derer, die im Caritasverband an seiner christlichen Identität arbeiten. Konkret bedeutet das für die Stabstelle "Christliche Identität und Seelsorge":

  • Mitarbeitende in allen Lebensbereichen in christlichen Fragen zu beraten
  • Fragen und Antworten des christlichen Glaubens zur Sprache zu bringen
  • die Basis des beruflichen Handelns im Caritasverband stetig weiterzuentwickeln
  • ansprechbar zu sein für ethische Fragen
  • mit Mitarbeitenden eine verbandliche Spiritualität zu entwickeln den interreligiösen Dialog zu suchen.

„Caritas macht die Menschenfreundlichkeit Gottes sichtbar.“

aus dem Leitbild des Caritasverbandes Köln

Seelsorger*innen und ihre Aufgaben

2016-05-13-Kapelle-Maternus-FJR-007 (c) Joachim Rieger

Diakon Wolfram Jäckel begleitet Bewohner*innen, Pflegebedürftige und Sterbende, sowie Mitarbeitende und Angehörige in den Caritas-Altenzentren und Hospizen mit Gesprächen, spirituellen Angeboten und Gottesdiensten.

Seine seelsorgliche Begleitung bildet das pastorale Bindeglied zwischen den Caritas-Altenzentren, den Hospizen und der Gemeindeseelsorge.

Christophorus Seelsorge 1

In den einzelnen Einrichtungen, Altenzentren, Hospizen und Wohnhäusern für Menschen mit Behinderung sind zusätzlich Kolleg*innen aus der Sozialarbeit als Begleiter*innen in der Seelsorge tätig; ausgebildet und beauftragt durch das Erzbistum Köln.

Die Tätigkeit erfolgt im Auftrag des Erzbischofs und wird durch das Referat Altenseelsorge im Erzbischöflichen Generalvikariat durch die jeweiligen Altenseelsorger*innen im Stadtdekanat Köln fachlich verantwortet.

Dr. Tim Schlotmann ist als Stab Christliche Identität und Seelsorge verantwortlich für die Fragen und Themen der Seelsorge im Verband.

Er verantwortet die Seelsorge für Mitarbeitende in allen Geschäftsfeldern und die theologische Grundlagenarbeit, die in der kreativen Konfrontation von Caritas-Arbeit und menschlichen Anliegen aller Art fortlaufend neu formiert wird.

Ihre Ansprechpartner

Tim Schlotmann offiziell quadratisch (c) Tim Schlotmann

Dr. Tim Schlotmann

Stab Christliche Identität und Seelsorge

Bartholomäus-Schink-Straße 6
50825 Köln
Wolfram Jaeckel

Wolfram Jäckel

Mitarbeiter Seelsorge
Caritas-Altenzentren und Hospize

Bartholomäus-Schink-Str. 6
50825 Köln