Mit einer Mahnwache vor dem Kölner Rathaus haben die Kölner Wohlfahrtsverbände und zahlreiche soziale Träger ein gemeinsames Zeichen gegen die geplanten Kürzungen im sozialen Bereich gesetzt. Auch die Caritas Köln war vor Ort vertreten und setzte sich gemeinsam mit vielen Mitarbeitenden, Engagierten und Partnerorganisationen für den Erhalt der sozialen Infrastruktur ein.
Hintergrund ist der aktuelle Haushaltsentwurf der Stadt Köln. Zwar erkennen die Wohlfahrtsverbände die schwierige finanzielle Lage der Kommunen an und unterstützen die Forderung nach einer besseren Finanzierung durch Bund und Land. Gleichzeitig machen sie deutlich: Sozialleistungen und präventive Angebote dürfen nicht zum Sparposten werden.
Denn präventive Hilfen sind kein Luxus. Beratungsangebote, Jugendsozialarbeit, Familienhilfen, Integrationsarbeit, Gewaltschutz und offene Treffpunkte unterstützen Menschen frühzeitig und verhindern, dass sich Probleme verschärfen. Wer hier kürzt, spart nicht, sondern verursacht die kostenintensiven Pflichtleistungen von morgen.
Besondere Sorge bereitet den Wohlfahrtsverbänden der Wegfall des Strukturförderfonds. Dieser sollte die erheblich gestiegenen Tarif- und Sachkosten zumindest teilweise ausgleichen und damit soziale Angebote in Köln sichern. Ohne eine auskömmliche Finanzierung drohen langfristig Personalabbau, eingeschränkte Öffnungszeiten und Angebotskürzungen, die unmittelbar bei den Menschen ankommen.
Deshalb fordern die Wohlfahrtsverbände die Politik auf, den Haushalt im weiteren Verfahren so nachzubessern, dass zumindest der heutige Umfang der sozialen Angebote für die Menschen in Köln erhalten bleibt.